Vogerlsalat

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

THEATER. Regie-Talent Georg Staudacher inszeniert Gert Jonkes "Vögel" am Volkstheater, kommt aber nicht vom Boden. 

Die Liebe des Kärntner Dichters Gert Jonke zum Theater wird zwar von der Dramaturgie des Wiener Volkstheaters, nicht unbedingt aber vom Theater selbst erwidert. Zum bereits vierten Mal in zehn Jahren wurde im Volkstheater nun ein Jonke-Stück uraufgeführt, wobei es sich diesmal streng genommen weder um ein Jonke-Stück noch um eine Uraufführung handelte: Jonkes Aristophanes-Nachdichtung "Die Vögel" war - wenig erfolgreich - schon 2000 in Klagenfurt uraufgeführt worden; weil der Autor den Text danach zu großen Teilen neu geschrieben hat, firmiert die Wiener Inszenierung etwas vollmundig als "Uraufführung der Neufassung".

  Die altgriechische Komödie "Die Vögel" handelt von zwei Athener Bürgern, die von den politischen Zuständen in ihrer Stadt die Nase voll haben und mit den Vögeln im Himmel einen neuen Staat gründen. Aber was als utopisches Gegenmodell gedacht


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