SPIELPLAN

Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

Elvis-Fans ahnen es: "Kochen mit Elvis" im Theater Drachengasse klingt nicht nach einer Hommage für den "King". Tatsächlich funktioniert das Stück des britischen Autors Lee Hall eher wie eine durchgeknallte Soap-Opera: rasantes Tempo, wilde Pointenduelle; große Gefühle und noch größere Gesten; viel Lärm um Probleme, die im Minutentakt auftauchen und ebenso schnell wieder verschwinden. Dad, ein ehemaliger Elvis-Imitator, sitzt nach einem Verkehrsunfall nur mehr sabbernd im Rollstuhl; zwischen den Szenen springt er auf und gibt weichgespülte Elvis-Songs zum Besten. Mam leidet an Bulimie und hat ein handfestes Alkoholproblem. Tochter Jill, die in der Bühnenküche pausenlos kocht, hat Übergewicht, was eine ergiebige Quelle für sämtliche Pubertätsneurosen darstellt. Stuart, ein etwas dämlicher junger Mann, bringt als Liebhaber den brodelnden Mutter-Tochter-Konflikt zum Sieden. Und mitten in dieser haltlosen Komödie gibt es manchmal richtig schöne Momente. Jill: "Man sollte nur


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