Fragen Sie Frau Andrea: Schilda

Stadtleben | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

Liebe Frau Andrea,

warum sind die Ortstafeln an den Bahnhofsstationen österreichweit in Fahrtrichtung angebracht? Wunderschöne blau-weiße Stationsschilder weisen den Weg nach Oberstinkenbrunn, Hintervorderbrühl oder Zell am Ziller. Weil frau sich - wie in mediteranen Gegenden üblich - nicht aus dem Fenster beugen kann, ist es unmöglich, die vorbeiflitzenden Buchstaben zu einem sinnvollen (W)Ort zusammenzusetzen. Da aber zur Zeit eisige Temperaturen herrschen und die neuen, vollklimatisierten Waggons mit ungemein intelligenten, plombierten Fenstern ausgestattet sind, die sowieso nicht geöffnet werden dürfen, besteht keine Chance mehr, in der Zehntelsekunde, in der die (bedauerlicherweise größtenteils nicht zweisprachigen!) Ortstafeln ins Bild kommen, etwas zu erkennen. Dabei könnten Metropolen wie Bruck-Fusch oder Hinterhochfilzen ganz leicht ins richtige Dispositiv gerückt werden, indem man(n) die Stationsschilder in einem 45-Grad -Winkel zur Fahrtrichtung montierte, der einen trotz behenden Vorbeiziehens der Landschaft bei der Ein- oder Abfahrt aus dem Banhofsbereich den Ortsnamen problemlos ablesen ließe. Frau Andrea, wir fragen völlig verzweifelt, wie Österreich EU-Niveau erreichen will, solange solche Probleme nicht aus der Welt geschafft sind? Was raten Sie?

Es grüßen Sie mit vorzüglicher Hochachtung,

Ihre Ruth und Brigitte Mayr

Liebe Ruth, liebe Brigitte,

wäre es nicht noch besser, zusätzliche Bahnhofsstationsschilder parallel zur Fahrtrichtung anzubringen? Es spielte dann auch keinerlei Rolle, aus welcher Richtung und Geschwindigkeit sie die Bahnhöfe durchquerten. Bruck-Fusch durch die Hintertür erschlösse sich dann genauso wie Hinterhochfilzen im Eilzugstempo oder Oberstinkenbrunn und Hintervorderbrühl im Rollen. Von Stehen in Zell am Ziller mal ganz abgesehen.

Schreiben Sie Frau Andrea: dusl@falter.at; und besuchen Sie:


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