Die unendliche Geschichte

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

EUROTEAM. Nach Abschluss der Euroteam-Untersuchungen wird nun die Vergabepraxis des Sozialministeriums für Vereine von einem Untersuchungsausschuss geprüft. Bislang mit wenig Erfolg. 

Diesmal war "Lefö" an der Reihe. Lefö bietet ausländischen Sexarbeiterinnen in Österreich Gesundheitsberatung an. Doch Lefö ist nur einer von vielen Vereinen, deren Akten in den letzten Monaten vom Arbeitsmarktservice ins Parlament gebracht wurden. Etwa 800.000 Aktenseiten warten in einem eigens für den Untersuchungsausschuss ausgeräumten Dachzimmer darauf, durchgesehen zu werden.

  Als im Sommer 2001 die Untersuchungen rund um die Affäre Euroteam abgeschlossen waren, beschloss das Parlament, auch die sonstige Vergabepraxis im Sozialministerium und des Arbeitsmarktservice (AMS) zwischen 1995 und 1999 zu überprüfen. Das SP-nahe Firmenkonglomerat "Euroteam" hatte unter der rot-schwarzen Regierung von verschiedenen Ministerien insgesamt 27 Aufträge mit einem Budget von mehr als 8,5 Millionen Euro


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