Verbrechen der Wehrmacht II

Politik | DIRK RUPNOW | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

NS-AUFARBEITUNG. Nach Berlin und Bielefeld kommt die neue "Wehrmachtsausstellung" kommenden Frühling auch nach Wien.

An 33 Stationen in Deutschland und Österreich machte die erste Ausstellung über den "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944" seit 1995 Halt und sorgte für Aufregung. So auch in der Wiener Alpenmilchzentrale. Inzwischen ist sie selbst Geschichte. Sie hatte dokumentiert, dass Männer, Brüder, Söhne, Väter am Massenmord, der im Namen des Nationalsozialismus begangen wurde, unmittelbar beteiligt waren und nicht nur eine kleine Clique fanatisierter SS-Männer die Verbrechen ausführte.

  Zahllose Fotos hatten gezeigt, wie einfache Soldaten ihre Gewehre anlegten, Stricke für ihre Opfer banden oder lächelnd Juden demütigten. Plötzlich gab es nicht mehr nur Auschwitz mit seinen unpersönlichen Gaskammern, die keinen Einblick gewährten. Sondern auch die killing fields im Osten, auf denen konventionell, doch mit System getötet und dabei erstaunlich


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