FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

Doris Schretzmayer und Till Schweiger haben einen harten Promotiontermin für ihren Film "Was tun wenn's brennt": ein Interview mit Barbara Rett. "Die deutsche Hausbesetzerszene, das war ja nicht nur Jux und Tollerei", schleudert die Treffpunkt-Kultur-Lady den Schauspielern als Einstiegsfrage entgegen. Stille. Schweiger: "Ja." Rett, dem Hochkulturjournalismus verpflichtet, will mehr als Small-Talk mit unbedarften Schauspielern, sie sucht nach Auseinandersetzung: "In dem Film geht es auch um politische Vergangenheit, die man einst als ruhmreich empfunden hat (...) Das ist doch ein Thema, das seit dem 2. Weltkrieg alle Generationen begleitet hat." Schweiger: "Die Hausbesetzerszene?" "Dieses Thema zieht sich doch auch durch die Diskussion mit der Wehrmachtsausstellung (...)." Schweiger: "Jetzt wollen wir nicht Wehrmacht und Hausbesetzerszene miteinander vergleichen." Rett: "Da sind aber schon Parallelen (...)." Schweiger: "Also ne." Dann wird Schretzmayer nach ihrem neuen Film gefragt. "Ternitz Tennessee?" - Blöd, dass der älter als ein Jahr ist. Und Schweiger nach "Driven", "der gerade im Kino läuft". "Der ist schon wieder raus", sagt Schweiger und will wohl nie wieder mit Frau Rett plaudern.


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