Kommentar: Der Rabenhof hat uns gerade noch gefehlt

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

Nach mehr als einjährigem und mehr als chaotischem Probebetrieb war es nun tatsächlich so weit: Das Theater im Rabenhof wurde offiziell eröffnet, und obwohl kein Theaterabend im engeren Sinn auf dem Programm stand, war das Eröffnungswochenende (mit vier nahezu ausverkauften Vorstellungen) das stärkste Lebenszeichen, das die Stadt seit langem gesehen hat.

In der Mörder-Revue "Österreichs größte Entertainer" (siehe Falter 4/02) wurde gleich zum Auftakt anschaulich gemacht, was man sich unter dem seltsamen Label "trashiges Volkstheater", das in Zusammenhang mit dem Rabenhof immer wieder gefallen ist, in der Praxis vorzustellen hat: Trashig ist in diesem Fall die Idee, die prominentesten Mörderinnen und Mörder der Republik mit ihren eigenen, teilweise absurd komischen Worten auf eine Bühne zu bringen, sie als Künstler zu verkaufen und von einem anderen Monster, der ORF-Legende Heinz Conrads, interviewen zu lassen.

Was den Abend von vergleichbaren Events aus der Spaßkultur-Abteilung


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