"Das gibts doch nicht!"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

FILM. Mit dem Gangsterfilm "Heist" treibt David Mamet seine Ich-weiß-dass-du-weißt-dass-ich-weiß-Dramaturgie auf die Spitze.  

Es ist relativ schwer, sich nicht in Rebecca Pidgeon zu verlieben, was aber vielleicht dennoch unterlassen werden sollte. In David Mamets "The Spanish Prisoner" (1997) kommt sie dem Helden in höchster Bedrängnis zur Hilfe, entpuppt sich aber schließlich als eine von der anderen Seite, die des Geldes wegen auch über die Leiche des Mannes gehen würde, in den sie sich dem Augenschein nach verliebt hat. Dabei weiß man aus den Filmen des Regisseurs/Drehbuchautors Mamet längst, dass dem Augenschein zuallerletzt zu trauen ist. Und doch tappen wir immer wieder in die Falle (andernfalls wir uns ja auch um einen Gutteil des Vergnügens brächten).

  "Heist" ist Mamets siebte Regiearbeit fürs Kino, und wir sind nun wirklich gewarnt. Rebecca Pidgeon, die auch in dem erst letztes Jahr in die heimischen Kinos gelangten "The Winslow Boy" (1999) zu sehen war, spielt


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