NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

POP

Drexciya: Harnessed The Storm

Tresor/Ixthuluh

Beinahe monatlich setzt es momentan neue Veröffentlichungen des Detroiter Technomythos Drexciya. Nach eher poppigen CDs unter den Namen "The Other People Place" und "Japanese Telecom" liegt nun wieder Härteres vom Kernprojekt des oder der ebenso anonymen wie legendären Produzenten vor. Drexciya beruht auf der Annahme, so viel lässt sich aus den kryptischen Texten auf Plattencovers zusammenstoppeln, dass ertrunkene schwarze Sklaven tief im Atlantik eine Unterwasserspezies gegründet haben. Von dort versenden sie Musik, die furztrockenen Elektro auf einzigartige Weise mit sehr weichen Sounds paart - und tatsächlich äußerst aquatisch klingt. "Harnessed The Storm" unterscheidet sich von früheren Platten durch eine Reduzierung des Klangbilds auf die allernötigsten Elemente und zeichnet sich durch eine Düsternis aus, die erst im letzten Stück wunderschön aufgelöst wird.

SEBASTIAN FASTHUBER

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