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Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

Wenn sich manche Major-Labels hin und wieder den Luxus verdienstvoller, aber schwer verkäuflicher Produktionen leisten (siehe Falter 04/02), dann sind manche Independent-Labels als Ganzes ein Luxus. Werner Dabringhaus und Reimund Grimm zum Beispiel betreiben seit 1978 im deutschen Detmold ein kleines Label mit dem unprätentiösen Namen MDG - Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (Vertrieb: Gramola), das stur auf Audiophilie setzt. Soll heißen: Studiotechnik ist tabu, stattdessen wird ausschließlich in eigens für die jeweilige Musik ausgewählten Räumen aufgenommen.

Mit Akribie und Liebe zum Detail entstehen in diesem Raumklangverfahren Einspielungen, die - eine vernünftige Stereoanlage und die richtige Positionierung der Lautsprecher vorausgesetzt - die Hörer mitten ins musikalische Geschehen versetzen können: Livekonzerte im Wohnzimmer sozusagen, auf CDs, die - natürlich aus klangtechnischen Gründen - nicht einfach nur silber, sondern sogar goldbedampft sind.

Der MDG-Katalog umfasst


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