Politik der feinen Klinge

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

KUNST. Die Generali Foundation zeigt eine bemerkenswerte Ausstellung über den Zusammenhang zwischen Kunst und politischer Militanz.  

Es geht nicht darum, authentische politische Militanz auszustellen. Wir befinden uns hier in einem Salon", sagte der Berliner Künstler Andreas Siekman bei einem Publikumsgespräch zur Ausstellung "Die Gewalt ist der Rand aller Dinge" in der Generali Foundation. Bewusst verzichtete das Kuratorenduo Siekmann und Alice Creischer auf fetzige Demovideos mit Wasserwerfern und Steine werfenden Demonstranten. "Solche Videos verschleiern die Motive, mit denen Demonstranten auf die Straße gehen", so Siekmann, der im vergangenen Jahr an der Festwochenausstellung "du bist die welt" als Künstler beteiligt war.

  Auch von einer Reise nach Argentinien kam Siekmann unlängst nicht mit dokumentarischem Material über die - nach seinen Aussagen - unglaublich brutalen Straßenschlachten zurück ("Die Polizisten schlugen nach der Devise ,Jeder Schlag ein Bruch' auf die


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