Figlmüller reitet wieder

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

NEUES LOKAL. Der Hersteller vom "most famous Schnitzel in Vienna" figlmüllerisierte das Weincomptoir gleich ums Eck.

Die Zeiten, da das Schnitzel als Synonym für warmes Essen insgesamt gehandelt wurde, da es zu Hause mindestens einmal wöchentlich den flachgeklopften und panierten Fladen gab und da die Qualität dieser Speise vor allem daran bemessen wurde, zu welchem Prozentsatz sie flächenmäßig den Teller bedeckte, sind ja eigentlich vorbei. "Gemischter Blattsalat mit gebratenen Hühnerbruststreifen" löste das Schnitzel am Spitzenplatz der in Speisekarten meistgenannten Gerichte längst ab, zu Hause kommt die Patzerei mit dem heißen Fett auch nicht mehr so gut, und sogar beim Schnitzel ist eine gewisse Trendumkehr von Quantität zur Qualität festzustellen.

Wobei da manche Institutionen natürlich drüberstehen, so zum Beispiel der Figlmüller in der Wollzeilen-Passage, der da in asketischem Heurigen-Ambiente seine eigenartigerweise unwidersprochen "most famous Schnitzel" für Touristen


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