Sideorders: Schnitzeljagd

Stadtleben | aus FALTER 05/02 vom 30.01.2002

Die Eckdaten dürfen als bekannt vorausgesetzt werden: Kalb, nicht Schwein, Brösel im Idealfall vom Bäckermeister und nicht aus dem Sack, Panier locker schlackernd, goldbraun, knusprig und staubtrocken. Geklopft muss ein Schnitzel nicht werden, dadurch wird nur die Muskelstruktur zerstört und die Austrocknung herbeigeführt, dafür sollte es aber nicht in die Friteuse, sondern in der Pfanne, schwimmend im Butterschmalz, herausgebacken werden. Solche Schnitzel zählen zu den Herrlichkeiten der Erde und dürfen dann ruhig auch schon mal sehr groß sein.

Schnitzelwirt, 7., Neubaug. 52, Tel. 523 37 71, Mo-Sa 10-23 Uhr.

Klassisches Grindbeisl, das vor 20 Jahren begann, riesige Schnitzel um wenig Geld auf die Teller zu flötzen. Vorgänger der Schnitzel-Diskonter, wird auch länger bestehen als diese.

Silberwirt, 5., Schlossg. 21, Tel. 544 49 07, 12-24 Uhr.

Einer der Protagonisten der neuen Beisl-Kultur: adrett, bürgerlich, aber nicht konservativ. Dem Schnitzel ließ man hier eine Kreativ-Phase angedeihen.

Zum Weidinger, 4., Danhauserg. 3, Tel. 505 56 97, Mo-Fr 11-23 Uhr.

Hier gab es noch das in der Pfanne und im Butterschmalz gebackene Schnitzel, mittlerweile probiert man es mit Pfannenpizza. Wie wär's mit einer Bürgerinitiative?

Landtmann, 1., Dr.-Karl-Lueger-Ring 4, Tel. 532 06 21, tägl. 7.30-24 Uhr.

In Kaffeehäusern fährt man mit Schnitzel generell gut, vor allem in der Innenstadt, wo man sich eines regen Absatzes sicher ist und dementsprechend oft das Fett wechselt.

Hedrich, 1., Stubenring 2, Tel. 512 95 88, Mo-Do 11-21 Uhr.

Die Nobel-Imbiss-Stube ist eine der besten Adressen für das Schnitzel überhaupt. Wenn's nicht auf der Karte steht, lieb bitten.


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