Reagan und Bush

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

AUSLAND. Die Supermacht USA regiert die Welt militärisch. Aber ihre politischen Visionen sind schlicht.  

Als Ronald Reagan durch seine Kampfansage gegen die Sowjetunion als "Reich des Bösen" vor zwei Jahrzehnten dem Auf und Ab der Entspannungspolitik früherer Jahre ein Ende bereitete, schwankten die europäischen Reaktionen zumeist zwischen Unverständnis und Hohn. Nicht viel anders geht es George W. Bush mit seiner Kriegserklärung an die "Achse des Bösen" der drei so genannten "Schurkenstaaten" Irak, Iran und Nordkorea, die unter Verdacht stehen, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln und nun zum neuen Ziel einer offensiven amerikanischen Außenpolitik wurden. Auch Tage nach der Rede des Präsidenten vor beiden Häusern des Kongresses, aus der diese Anleihe beim Übervater des amerikanischen Konservativismus stammt, wird diesseits und jenseits des Atlantiks gerätselt, was diese Erweiterung des bisherigen "Kriegs gegen den Terrorismus" bedeutet. Unmittelbare Militäraktionen seien


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