"Schau ma uns in die Augen!"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

OPERNBALLDEMO. Am Donnerstag stehen sie sich wieder am Absperrgitter gegenüber. Polizei und linke Szene werden sich wieder einmal vor der Oper in die Augen blicken. Im "Falter" diskutieren zwei Polizeichefs und zwei Vertreter der autonomen Szene, wie man dabei Zoff verhindern kann. 

Es war ein Anruf mit Seltenheitswert. Die Spitzen der Wiener Polizei wollten sich im Falter - ganz im Zeichen ihrer Deeskalationsstrategie - erstmals einer Diskussion mit Demonstranten stellen. Denn die Randale bei der letzten Opernballdemo sollte sich nicht wiederholen. Vergangenes Jahr artete der Opernball in einen stundenlangen Kleinkrieg zwischen Polizei und Demonstranten aus. Die Polizei begann die Demo zu räumen, nachdem Auslagen einer Bank in Brüche gegangen waren und spitze Wurfsterne, so genannte Krähenfüße, durch die Luft flogen.

  Beim Räumen der Demo war die Polizei nicht zimperlich. Einer der Ihren wurde schwer verletzt. Unbeteiligte Passanten wurden mit Schlagstöcken krankenhausreif geschlagen.


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