ABSOLUT ROT IN WIEN: Hauptsache Müllabfuhr

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

In anderen Teilen der Welt träumen Parteien nur mehr von der absoluten Mehrheit. In Wien ist sie Realität: Stolze 52 Prozent Zustimmung gibt das IFES-Institut in seiner aktuellen Umfrage der Wiener SP, die auch Aufraggeber der Studie ist. Damit konnten die Sozialdemokraten zum Wahlergebnis 2001 (46,9 Prozent) noch einmal zulegen. Die Opposition spielt in einer anderen Liga: Nur die Grünen steigern sich mit 15 Prozent Zustimmung (2001: 12,5 Prozent), FPÖ (2001: 20,2, jetzt 16 Prozent) und ÖVP (2001: 16,4, jetzt 14 Prozent) verlieren.

  Warum geht es den alleinregierenden Roten in Wien eigentlich so gut? Und was haben sie seit der Wahl für diese absolute Mehrheit getan? Tatsächlich waren die vergangenen Monate in Wien politisch mehr als ruhig, von den Parteien ist wenig zu hören. Die Stadt funktioniert gut, ist dank der Tausenden Beamten auch gut verwaltet - und solange die Müllabfuhr ihren Job ordentlich macht, sind die Wiener offenbar zufrieden. Den guten Status quo bewahren:


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