Mölzers Mörder

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

JUSTIZ. Wie die Justiz einem jüdischen Journalisten sein Recht auf Ehre gegenüber dem blauen Ideologen Andreas Mölzer verweigert. 

Andreas Mölzer ist Chefredakteur der Wochenzeitung Zur Zeit. Er wird als "rechter Intellektueller" gerne ins Fernsehen eingeladen. Sein Blatt wird mit rund 62.000 Euro gefördert, obwohl es mit der deutschen "Jungen Freiheit" kooperiert, die vom deutschen Verfassungsschutz als "rechtsextreme Publikation" gewertet wird. Ein Zur-Zeit-Mitarbeiter wurde vergangenes Jahr wegen Wiederbetätigung zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt. Mölzers Blatt ist in Geldnot. "Der Druck unserer Gegner auf das Wochenblatt hat sich drastisch erhöht", schrieb Mölzer in einem Bettelbrief an seine Leser.

  Um zu Geld zu kommen, listete er in dem Brief jene Feinde auf, die sein Blatt "in die Knie zwingen" würden. Zu den Angreifern zählt er auch den "jüdischen Journalisten" Karl Pfeifer: "Der langjährige Redakteur der Zeitschrift der israelitischen Kultusgemeinde wurde


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