WIENZEUG

Politik | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

Hakoah bekommt Sportplatz. Nach jahrelangem Hin und Her bekommt der jüdische Sportverein Hakoah seinen früheren Sportplatz im Wiener Prater zurück. Der Verein wurde 1938 von den Nazis "arisiert", bis dato wurde die Anlage von den Beamten des Finanzministeriums genutzt. Die Stadt Wien will das Areal nun durch einen Grundstückstausch vom Bund übernehmen. Ursprünglich hatte sich die Israelitische Kultusgemeinde einen Platz im Augarten gewünscht, doch dies scheiterte am Widerstand der anderen Stadtparteien (FPÖ und ÖVP) sowie den Bezirks-Grünen und einer Bürgerinitiative. Bis Anfang 2004 soll die 19.000 Quadratmeter große Anlage in der Ichmanngasse von der Hakoah genützt werden können. Von Bürgermeister Michael Häupl über ÖVP-Chef Bernhard Görg bis zu FPÖ-Obmann Hilmar Kabas sind nun alle mit der Lösung zufrieden, der Präsident der Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, sprach am Freitag, nachdem sich die Parteien geeinigt hatten, von einem "schönen Tag".

Austro-tschechische

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