Mediensplitter

Medien | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

Strafe muss sein. Journalisten der Schweizer Zeitschrift Le Temps, meldet die APA, müssen in diesem Monat für jeden Rechtschreib- oder Syntaxfehler fünf Franken (3,60 Euro) Strafe zahlen. Wie die Chefredaktion des französischsprachigen Blattes am Montag mitteilte, wurde der Februar zum "Monat der Orthographie" ernannt. Die Fehler hätten überhand genommen. Die Redaktion reagierte empört und forderte in einer Vollversammlung die Rücknahme der Aktion und eine offene Diskussion über das Thema. Die Chefredaktion bot einen Kompromiss an: Wenn die Maßnahme bleibt, soll von den eingenommenen Geldstrafen eine Party finanziert werden.

Telekabel: Kritik an Gebühr. Ab sofort gelten für den Kabel-TV-Empfang in Wien um fünf Prozent höhere Gebühren, was die Arbeiterkammer auf den Plan ruft. Die Befürchtung: Kabel-TV-Nutzer würden die Ausbaupläne der Telekabel bei Internet, Telefon und digitalem Fernsehen mitfinanzieren müssen. Bereits bei der letzten Preiserhöhung 2000 wurde vom Kartellgericht ein Missbrauchsverfahren eingeleitet, um zu überprüfen, ob diese Preiserhöhung gerechtfertigt war. Dieses Verfahren ist allerdings noch immer offen. Die Konsumentenschützer schlagen nun vor, dass die Telekom- und Rundfunk-Aufsichtsbehörde den Wiener Kabel-TV-Markt auf mögliche Quersubventionen zwischen den Angebots-Leistungen untersuchen soll.

RAY. Monat für Monat erscheint das Kinomagazin "Ray" und bietet Texte und Interviews, oft auch in Übersetzung (nicht abwertend gemeint), über Schauspieler und Filme, von denen man sonst nur durch die Brille hiesiger Kinoberichterstatter erfährt. In der soeben erschienenen Februar-Ausgabe sind zum Beispiel Interviews mit Gene Hackman, David Mamet und Anjelica Huston zu lesen; nur durch Probleme auf dem Anzeigenmarkt hingegen lässt es sich erklären, dass ein Advertorial (also eine Mischung aus redaktionellem und werblichem Text) bereits auf dem Cover angepriesen wird.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige