Kommentar - Gartenbau: Dead Screen Walking

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

Es gibt nicht allzu viele Grundeinstellungen, die uns helfen, mit dem Werden und Vergehen der Dinge fertig zu werden: Eine mal eher buddhistisch, mal eher christlich getönte Wurschtigkeit ist mit dem einverstanden, was Gott und das Sein so treiben; ein mephistophelischer Modernismus findet, dass ohnehin alles wert ist, zugrunde zu gehen, wohingegen eine diesem diametral entgegengesetzte Innovationsresistenz damit rechnet, dass nix Besseres nachkommt. Mit einer gewissen Wehmut ist im Falter das seit Jahren anhaltende Kinosterben (Residenz, Erika, Tabor ...) kommentiert und dabei keineswegs durch eine Euphorie für jene Multiplex-Kinos kompensiert worden, die wie die Schwammerln bei Vollmond aus dem Wiener Boden schießen.

Auch wer gerne jammert, muss eingestehen, dass Wien - wie in den meisten kulturellen Belangen - auch filmmäßig hervorragend versorgt ist. Fast alle anlaufenden Filme sind auch in Originalfassung zu sehen, und eine Reihe von ambitionierten Spielstätten und Institutionen


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