Rock 'n' Roll Styleschool

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

MUSIK. Die Wiedergeburt des Rock 'n' Roll aus dem Geist des Stilbewusstseins: Der Black Rebel Motorcycle Club macht für tot erklärte Rockmusik wieder hip. 

Robert Turner liebt Bob Dylan, Joy Division, Spaceman 3, Nirvana und die Rolling Stones. Er ist gerade einmal 22 und ein Drittel des Black Rebel Motorcycle Club (B.R.M.C.). Zählt man das Alter seiner Kollegen Peter Hayes und Nick Jago dazu, ist die Band nur unwesentlich älter als Mick Jagger, der Sänger der verehrten Stones. Das kann die drei Jungrocker aus San Francisco jedoch ebenso wenig erschüttern wie die Tatsache, dass die letzte gute Stones-Platte etwa ein Vierteljahrhundert zurückliegt. B.R.M.C. leben voller Überzeugung in einer Welt aus Gitarre, Schlagzeug und Bass, aus schwarzen Lederjacken, finsteren Visagen und möglichst viel Alkohol.

  Schon "Love Burns", das Eröffnungsstück ihres soeben veröffentlichten Debüts, ist thematisch wie formell ein einziges Klischee. Schlagzeug und Bass verharren in stoischer Geradlinigkeit,


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