Das Stück war ein Erfolg

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

KUNST. Der Berliner Performance-Star John Bock gastierte in Wien und stiftete wie immer Verwirrung. 

John Bock hatte keine gute Reise. Zu Beginn seiner 94. Performance, "mieses BrutCashFlow ist NeutraKnecht", in der Galerie Meyer Kainer erzählt der Berliner Künstler von den Tücken der Lufthansa-Stühle, von cholerischen Sitznachbarn und dem Raummangel beim Verzehr von Krabbencocktail. Im Flieger hatte Bock keinen Platz, und auch jetzt rücken ihm alle auf die Pelle: Der Raum ist voll mit Zuschauern, zusätzlich umschwirren ihn drei Menschen mit Videokameras. Das Publikum bewegt der abgekämpft wirkende Mittdreißiger, indem er immer wieder mal "Vorhang jetzt!" ruft: Dann muss man ausweichen, weil ein von der Decke hängendes Stoffteil in der Mitte des Raumes hin und her gekurbelt wird. Auf diesen Raumtrenner sind Taschen genäht, aus denen Bock im Verlauf der Darbietung Utensilien entnimmt. Er selbst nennt seine Performances oft "Vorträge"; heute spricht Bock auch wirklich frontal


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