"Man traut seinem Auge"

Kultur | MONIKA FABER | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

INGE MORATH (1923-2002). Die in Graz geborene "magnum"-Fotografin starb letzte Woche in New York.  

Während ihrer internationalen Karriere verlor Inge Mörath irgendwann einmal das "ö" in ihrem Namen - vielleicht sollte man dies als symptomatischen Hinweis darauf nehmen, dass der Fotografin das Brandzeichen "österreichisch" gar nicht erst aufgeprägt werden sollte, obwohl sie 1923 in Graz geboren wurde und in den letzten Jahren durch Ehrungen und Ausstellungen hierzulande auch größere Präsenz erlangte.

  Begonnen hatte es mit ihren Fremdsprachenkenntnissen (erworben an der Universität Berlin), die ihr sofort nach Kriegsende einen Job bei der USIS (United States Information Service) einbrachten: Zuerst übersetzte sie, dann schrieb sie Beiträge für den Sender Rot-Weiß-Rot, schließlich wurde sie Herausgeberin der Zeitschrift Heute, in der Ernst Haas seine legendären ersten Bildserien (mit Morath-Texten) publizierte. Gemeinsam stellten sie sich 1947 der eben gegründeten Agentur


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