Black Youth

KLAUS STIMEDER | Stadtleben | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

GRUFTIS. Die Wiener Gothic-Szene lebt. Ein Streifzug durch die dunkle Seite der Stadt. 

Der Saal ist dunkel, der künstliche Nebel dicht, die Stimmung düster, die Menschen ohne Ausnahme in Schwarz gehüllt. Auf der Bühne steht ein Mann, der sich Mozart nennt, grantig dreinblickt und jault wie ein Schlosshund. Zu seinen Füßen haben sich einige Hundertschaften Fans eingefunden, die einem Ereignis beiwohnen, das als "erstes großes Gothic-Festival für den Osten Österreichs" angekündigt worden war. Mozarts Band heißt "Umbra et Imago". Sie sind die Headliner des "Dark Nation Day"-Festivals in der Planet Music Hall, und sie enttäuschen ihre Fans nicht. Sollten sie auch nicht, schließlich ist es ihr erster Auftritt vor österreichischem Publikum.

  Die mit Backgroundsängerin zelebrierte Sado-Maso-Nummer samt Klanguntermalung, die dem Gejaule folgt, findet Anklang bei den Schwarzgekleideten. Beim Heimgehen deckt sich die versammelte Anhängerschaft noch mit Flyern ein. Anfang Februar

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