Schmutzige Jeans

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

P.C. KAUFEN. In Billiglohnländern werden Markenartikel unter oft unwürdigen Bedingungen produziert. Die wenigsten Firmen sind bereit, das zuzugeben.

Textilarbeiterinnen in einer Fabrik in El Salvador werden zu Schwangerschaftstests und unbezahlten Überstunden gezwungen. Arbeiter in Indonesien, die sich gewerkschaftlich betätigen, werden mit Haft bedroht. In China müssen Näherinnen eine Kaution hinterlegen, um arbeiten zu können. Unter unwürdigen, oft sogar illegalen Bedingungen produzieren Arbeiterinnen in Billiglohnländern Kleidung - für Zulieferfirmen, von denen dann internationale Modekonzerne ihre Ware beziehen.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat jetzt Hersteller von Markenjeans auf ihre Bereitschaft hin untersucht, Verantwortung für die sozialen Bedingungen in diesen Produktionsstätten zu übernehmen. Ernüchterndes Ergebnis: Nur fünf von 15 getesteten Firmen waren bereit, darüber Auskunft zu geben. Gefragt wurde nach Verhaltenskodices und Mindeststandards,


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