Bummel: Korrekt kaufen

Stadtleben | aus FALTER 06/02 vom 06.02.2002

Nicht nur in der Textilbranche, auch im Lebensmittelbereich sind Arbeiter in Südamerika und Afrika von niedrigen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen betroffen. Zwei Initiativen bieten Kaufalternativen an:

Trans Fair Die Initiative Trans Fair vergibt Zertifikate an Lebensmittelmarken. Die Produzenten erhalten höhere als die marktüblichen Preise für ihre Rohstoffe (z.B. Kaffee oder Kakao). Lizenznehmer müssen sich zu korrekten Arbeitsbedingungen verpflichten, zusätzlich gibt es Prämien für ökologische Entwicklung. Derzeit gibts etwa Meinl-Kaffee und Pfanner-Fruchtsäfte mit TransFair-Siegel, seit kurzem auch Bananen in drei Variationen: normal, biologisch und als Babybanane.

Erhältlich im Einzelhandel: derzeit bei Spar, Merkur, Adeg, Zielpunkt, Infos: www .fairtrade.at

EZA, 3., Rennweg 85, Tel. 718 14 14, Mo-Fr 9-18 Uhr, www.eza3welt.at

Bereits seit 1975 versucht EZA die Produktions- und Lebensbedingungen in betroffenen Ländern durch die Vermarktung von fair gehandelten Produkten zu verbessern. Ähnlich wie Trans Fair fördert EZA biologischen Anbau, vergibt Kredite und versucht, durch direkte Handelskontakte den Produzenten zu besserer Entlohnung zu verhelfen. Von EZA gibt es Kaffee, Schokolade, Reis und Tee sowie Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenstände.

Korrekt lesen Klaus Werner, Hans Weiss: Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Weltkonzerne. Wien/Frankfurt 2001 (Deuticke) 350 Seiten, e 19,90.

Naomi Klein: No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern. 2001 (Riemann) 480 Seiten, e 25,44.


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