Alles eins?

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

ARBEITSMARKT. Die Arbeitslosigkeit steigt im rot-grünen Deutschland wie im blau-schwarzen Österreich.  

Die jüngsten Nachrichten vom deutschen Arbeitsmarkt sind miserabel. Die Zahl der Arbeitslosen lag zuletzt um 197.000 über dem Niveau des Vorjahres, jene der Beschäftigten um 81.000 darunter. Dies gewinnt zusätzliche politische Brisanz, weil Bundestagswahlen vor der Tür stehen und Kanzler Schröder großspurig sinkende Arbeitslosigkeit versprochen hatte. Doch auch in Österreich ist die Lage nicht besser: Die Arbeitslosigkeit war im Jänner um 40.000 im Plus, die Beschäftigung um 11.000 im Minus. Beide Länder bleiben noch hinter der ohnehin ungünstigen Arbeitsmarktentwicklung in Europa zurück. Rot-Grün und Blau-Schwarz mit ähnlich schlechter Bilanz?

  Eine Determinante prägt den Arbeitsmarkt in ganz Europa: der Einbruch des Wirtschaftswachstums im 2. Halbjahr 2001. Vorbei der Traum von der "Konjunkturlokomotive EU". Die US-Rezession erfasste auch Europa voll. Zum guten


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