WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

Die Betroffenheit des Sehers

Bei den Vorarbeiten zu meinem neuen Buch "Woran krankt die Welt?" musste ich erschüttert feststellen, dass es über 200 Millionen Sklaven auf dieser Welt gibt, die vor allem in der Dritten Welt für die Erste Welt schuften. Nachträglich hat es mich natürlich betroffen gemacht, wie unerwartet rasch die im Buch beschriebenen Probleme eskaliert sind.

Auch Ihr-Einkauf-Starkolumnist Dr. Ruediger Dahlke hat das Attentat vom 11. September nicht vorhergesehen. Obwohl:

Ich hatte schon beim Schreiben ein mulmiges Gefühl und habe trotzdem nicht erwartet, dass das in der Globalisierung und dem daraus mittelbar folgenden Fundamentalismus diagnostizierte Pulverfass so rasch an den Rand einer großen Explosion geraten würde.

Und wie solls jetzt weitergehen? Statt unser Heil allein darin zu suchen, jene umzubringen, die im Augenblick an der Lunte spielen, sollten wir auch daran gehen, das Pulverfass zu entschärfen.

Lattenbarde beim Stanglwirt

Beim Stanglwirt in Going war das Grölen lauter. Rainer Schönfelder, der singende Skifahrer, erreichte mit seiner aufgewärmten musikalischen Ambros-Botschaft "Schifohrn" nur einen Bruchteil der Tausenden Weißwurstpartygäste. Die Rastazopferln wippten, und die nackte Brust glänzte feucht vor Aufregung und Anstrengung. Jungmimin Nicole Beutler machte dem lustigen Lattenbarden eine Riesenfreude, als sie sich für eine wilde Tanzeinlage hergab.

Christiane Tauzher im Kurier. Ob der Lattenbarde beim Stanglwort eine Erektion hatte, geht aus dem Bericht nicht zweifelsfrei hervor.

Handlung mit Beinen

Schwebend zwischen Nostalgie und Kolportage, Tatsachenbericht und romantischer Verklärung, steht die Handlung doch mit sämtlichen Kamerabeinen fest auf dem Boden.

Rudolf John über "Sass".


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