Rückblick in die Zukunft

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

FILM. Der Film "Heldenplatz, 19. Februar 2000" lässt Proponenten des Protests gegen die schwarz-blaue Koalition noch einmal zu Wort kommen. 

Geschichte wird gemacht, freilich nicht immer so, wie es die, die sie gerne "machen" würden, am liebsten hätten. Unlängst beispielsweise rief ein Fernsehbeitrag anlässlich des zweiten Jahrestags der blau-schwarzen Regierung in Erinnerung, dass die anzugelobenden Herren und Damen unterirdisch zum Bundespräsidenten pilgern mussten (was zwar immer wieder schön zu hören ist, aber kaum erklärt, warum dieser Umstand neuerlich Erwähnung fand). Auch das so genannte audiovisuelle Gedächtnis hat eben sein Eigenleben: Hätte der übereifrige Reporter die lautstarke Protestkundgebung am Ballhausplatz seinerzeit nicht als quasi bedrohliche Zusammenrottung des linken Mobs halluziniert, wäre der "Schleichgang" zwei Jahre danach vermutlich kein Thema mehr gewesen.

  Anders verhält es sich im Fall des 19. Februar. Praktisch unbemerkt von den Kameras


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