Let's Get Lost

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

LITERATUR. In John Irvings Roman "Die vierte Hand" verliert ein Journalist seine Hand und der Autor die Kontrolle.  

John Irving ist ein professioneller amerikanischer Romancier, der drei Assistenten für die Niederschrift beschäftigt und sich im Nachwort bei all jenen bedankt, die ihm geholfen haben. Die Ausgangsidee für seinen jüngsten Roman haben ihm ein TV-Bericht über Handtransplantationen und seine Frau Janet geliefert, die meinte: "Und wenn die Witwe des Spenders in Bezug auf die Hand ein Besuchsrecht fordert?"

  Und so verhält es sich dann auch in der "Vierten Hand": Doris Clausen vermacht die linke Hand ihres Gatten, der sich versehentlich erschossen hat, Patrick Wallingford, dem Moderator eines TV-Nachrichtensenders, bei dem die Sensation alles, journalistische Seriosität nichts ist. Ganz im Stile seines Senders geht Wallingford seiner Linken live auf Sendung verlustig - qua Löwenbiss.

  Abgesehen von einer fehlenden Hand hat Patrick Wallingford keinerlei körperliche


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