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Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

Vielleicht einer der unangenehmsten Züge des fanatischen Islam ist der Umstand, dass er Menschen anderer Religionszugehörigkeit dazu bringen kann, sich in Gedanken, Worten und Taten unrein zu fühlen." Dieser nicht ganz falsche Gedanke - formuliert übrigens nach einer Begegnung mit unnahbaren afghanischen Mädchen, die prompt ihr Kopftuch tief ins Gesicht ziehen - findet sich in einem Buch, in dem es zwar hauptsächlich um Afghanistan geht, das aber weder mit der US-Militärintervention ebenda noch mit dem 11. September zu tun hat.

  "Ein Spaziergang im Hindukusch" ist nämlich der Bericht über eine Expedition, die im Jahr 1956 die Besteigung des "Mir Samir", eines 6000ers im hintersten Afghanistan, zum Ziel hatte - und grandios scheiterte. Eric Newby, der Autor dieses bislang unübersetzten Klassikers der britischen Abenteuerliteratur, und sein Kamerad Hugh Caress, kennen sich in dieser gottverlassenen Region zwar gut aus und sind zum Teil auch der Sprachen mächtig (was Newby im


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