Stadtrand: U-nterhosen

Stadtleben | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

Scheinbar geht es den Berliner Verkehrsbetrieben schlecht. Also richtig schlecht. Die Anbieter öffentlichen Verkehrs in der deutschen Hauptstadt haben jetzt nämlich eine eigene Unterwäsche-Kollektion herausgebracht. Im Angebot: modischer Feinripp für Frauen und Männer. Der Clou an der so genannten "U-nderwear" (erraten: das U steht für U-Bahn) ist, dass Slips und Leibchen mit den Namen bekannter Berliner U-Bahn-Stationen bedruckt sind: Für weibliche U-ficionados gibt es das Top "Schöneberg", den Slip "Gleisdreieck" oder die Short "Jungfernheide", die Unterhosen "Rohrdamm" oder "Krumme Lanke" für den Herrn Berliner.

Sollten die Öffis hierzustadt einmal einen finanziellen Engpass haben (und weitere Tariferhöhungen dann doch nicht mehr durchsetzbar sein), könnte das Berliner U-Wäschemodell ja auch auf die Wiener Linien angewandt werden. Wie wäre es beispielsweise mit Rippstrickslip "Braunschweiggasse" oder Stringtanga "Nußdorf" für den Wien-Mann. Für Frauen böten sich Push-up-Bra "Vorgartenstraße" oder Short "Margaretengürtel" an. Obs in der Wiener-Linien-U-nterwäschekollektion auch Unisex-Modelle (U-nisex ...) gibt? Klar: Die Unterhosen "Hetzendorf" oder "Zentralfriedhof" zum Beispiel - je nach dem, ob gerade tote Hose ist, untendrunter. C. W.


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