Die Unbeugsamen

Stadtleben | JULIA ORTNER und CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

HAKOAH. Nach 64 Jahren endlich am Ziel: Der jüdische Sportverein Hakoah erhält nach jahrelangen Verhandlungen seinen von den Nazis geraubten Sportplatz im Prater zurück. Der "Falter" traf einen Hakoah-Veteran und zwei ganz junge Mitglieder des traditionsreichen Clubs.

Staatsmeister, Olympiateilnehmer, Medaillengewinner: Die 1909 gegründete Wiener Hakoah gehört zu den traditionsreichsten Sportvereinen des Landes. Der Sportplatz des jüdischen Vereins wurde 1938 "arisiert" und jetzt nach jahrelangen Standortdiskussionen wieder zurückgegeben (siehe Kasten). Heute hat der Club 400 Mitglieder, der Falter traf einen Vertreter der Wiederaufbaugeneration nach 1945 und zwei Hakoah-Nachwuchssportler.

Wieder ein Mensch sein

Einmal pro Monat steht ein Pflichttermin in Martin Vogels Kalender: das traditionelle Treffen des Clubs. Dann sitzen die Hakoahner im Café Schottenring. Würdige ältere Herren mit einer Vorliebe für den Sport plaudern bei Darjeeling und Kaffee über die großen alten Hakoah-Zeiten.

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