SPORTCLUB HAKOAH: Viel Geduld und neue Kraft

Stadtleben | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

Vierundsechzig Jahre Warten. 64 Jahre Geduld, ein ewiges Hin und Her, Vertröstungen, Streitereien. Doch seit kurzem ist es endlich offiziell: Nachdem seit 1945 mehrere erfolglose Anläufe für einen neuen Hakoah-Platz unternommen wurden, wird der jüdische Sportverein jetzt auf den bisher vom SC Finanz genutzten Sportplatz in der Ichmanngasse im Prater ziehen. Interessantes Detail: Der neue Platz liegt nach jahrelangen Standortdiskussionen nun doch dort, wo sich die 1938 von den Nationalsozialisten geraubten traditionellen Hakoah-Sportstätten befanden.

  Das 19.000 Quadratmeter große Areal soll durch einen Immobilientausch vom Bund an die Stadt übergehen. Die Kosten des Sportplatzes werden mit dem Geld aus dem Entschädigungsvertrag zwischen Österreich, den USA und jüdischen Opferorganisationen finanziert: 8,72 Millionen Euro, die nur zum Teil in die Neugestaltung der Sportanlage investiert werden. Der Restbetrag soll in einer Stiftung angelegt werden, die für die Betriebskosten


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