Diesmal ohne Halle

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

NEUEES LOKAL. Das Kunsthallencafé am Karlsplatz ist wieder da. Mit noch mehr Durchsichtigkeit, aber mit weniger Kunsthalle.

Die Debatte um die Ästhetik der Kunsthalle, um das manifestierte Recht des Provisoriums auf Ewigkeit, um die städteplanerische Fehlleistung des Karlsplatzes im Speziellen und das Leid der Welt im Generellen hat das Kunsthallencafé ja eigentlich nie so wahnsinnig tangiert. Die ergebene Treue seines Publikums, die günstige Lage und vor allem die riesige, geniale Terrasse hievten das Glasvitrinenlokal auf den Status des unwidersprochenen Phänomens, weshalb es dann auch irgendwie klar war, dass das Kunsthallencafé weiter existieren müsse, obwohl die Kunsthalle ja ins MuQua übersiedelt und der Krischanitz-Container abgerissen worden war.

Also baute Adolf Krischanitz einen neuen Container, flacher, kleiner, diesmal rundum verglast und zu einem sehr viel größeren Prozentsatz aus Kunsthallencafé bestehend. Denn das Café ist nicht nur genauso groß wie zuvor, es


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