TIER DER WOCHE: Spielsachen

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 07/02 vom 13.02.2002

Oh bury me not on the lone prairie

Where the wild coyotes will howl over me

In a narrow grave just six by three

Oh, bury me not on the lone prairie.

The Dying Cowboy, anonymous

Man würde vermuten, dass die meisten Traditionen der Olympischen Spiele bis in antike Zeiten zurückreichen. Doch der animistische Brauch, dem Sportereignis Maskottchen beizustellen, wurde erst 1972 bei den Spielen in München eingeführt: Die Bayern nominierten in voraufklärerischer Manier ihr geheimes Wappentier Waldi, den Kurzhaardackel. Auch wenn dieses Fetischobjekt keine Wirkung auf den Ausgang der Wettkämpfe zeigte, so zauberte es durch den Verkauf dieser Paraphernalia zumindest Gold in die Kassen der Veranstalter. Und seit damals sind diverse Tiere fixer Bestandteil der Spiele. Seltsamerweise begriff man erst im Jahr 2000, dass drei Maskottchen die Einnahmen entsprechend erhöhen würden und präsentierte in Sydney sowohl ein Schnabeltier, einen Ameisenigel als auch einen Kookaburra als olympische Leitfiguren.


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