Jörg Haider, äh, weg!

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Eine Frage der Selbstachtung: Die Republik kann sich einen Funktionsträger Haider nicht mehr leisten. armin thurnher

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 08/02 vom 20.02.2002

Der Mann schluchzt in der Zeit im Bild, wirkt depressiv und gezeichnet. Er werde keine seiner Funktionen mehr beobachten, sagt er. Das ist merkwürdig und poetisch. Werden nun die Funktionen ihn beobachten, während er schmollt, und warten, bis er von seinem Funktionsbeobachtungsposten zurückkehrt? Etwas, das man weggeworfen habe, klaube man nicht mehr auf, sagt er. Wer warf was, er seine Partei oder seine Partei ihn? Er sei schon weg, erklärt er, und man weiß wenigstens, was das bedeutet: Ich bin schon da!

  Wenig später tritt der Verteidigungsminister in der Sendung "Pressestunde" auf. Seinen ersten Satz leitet er so ein: "Es geht doch nicht darum, dass, es geht vielmehr darum, dass." Wie seine Parteigenossen denkt er nicht im Traum daran, Rede und Antwort zu stehen: Sie alle sagen nur, was SIE wollen. Sprich, sie sagen nur, was ER will. Schon sehen wir die Vizekanzlerin, soeben von einer wichtigen Auslandsmission zurück (Land vergessen), wie sie ihren Sprudelsprech in bereitgehaltene


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