Im Sturm der Interessen

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 08/02 vom 20.02.2002

AUSLAND Haider besuchte den Irak, während die USA gerade zum Sturz Saddam Husseins rüsten. RAIMUND LÖW

Dass man mit Diktatoren verhandelt und Kriegsherrn die Hand schüttelt, gehört zum Alltag internationaler Politik. Jörg Haider geriet mit seiner Visite bei Saddam Hussein jedoch unvermutet in den Wirbelwind einer sich neu aufbauenden amerikanischen Kriegsfront. Ausgerechnet in der Woche, in der in Washington selbst der bislang zögernde Außenminister Colin Powell auf den Kurs einer langfristig angelegten Offensive zum Sturz des irakischen Diktators eingeschwenkt ist, entschloss sich Haider zu der eigenartigen Reise nach Bagdad, für die er bis heute einen ernsten Hintergrund schuldig geblieben ist. Am gleichen Tag meldete der britische Guardian Invasionspläne des amerikanischen Generalstabs für den Frühsommer mit 200.000 Soldaten.

  Dementsprechend die für die österreichische Diplomatie überraschend prompte Reaktion des State Departments, das eine Erklärung Österreichs


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