"Wir sind nervös"

Politik | aus FALTER 08/02 vom 20.02.2002

REGIERUNG Jörg Haider wird nach seinem "Abgang" nicht nur die FPÖ, sondern auch die Schwarzen weiter zu beschädigen versuchen. Wie lange können sich das die Schwarzen noch bieten lassen? FLORIAN KLENK, EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER

Vergangenen Sonntag war Susanne Riess-Passer ziemlich geschafft. "Ich hab Fieber, Jetlag, nur zwei Stunden geschlafen, die Ohren sind verlegt, im Flugzeug hats von allen Seiten nur so hergezogen", klagte sie nach der sechsstündigen Sitzung im Hotel Plaza.

  Nicht nur die Klimaanlage im Flugzeug von New York nach Wien bereitete der Vizekanzlerin Kopfschmerzen. Riess-Passer steckt in einer ausweglosen Situation. Als sie vergangenen Sonntagabend vor die Journalisten trat, um - so ihre gestelzte Formulierung - "den Handlungsbedarf hinsichtlich der Geschlossenheit der Partei" zu demonstrieren, glaubte wohl keiner wirklich daran, dass Jörg Haider "die Regierung in Ruhe arbeiten lassen wird", wie dies FPÖ-Klubchef Peter Westenthaler gefordert


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