Die Wiener Wanderer

Politik | aus FALTER 08/02 vom 20.02.2002

POLITISCHES BUCH Seit zwei Jahren wird gegen Schwarz-Blau marschiert. Nun dokumentiert ein witziger Sammelband die persönlichen Erlebnisse und Lebensgeschichten der Demonstranten. NINA Horaczek

Die Wiener sind wohl mehr für ihre Kaffeehäuser und ihre sprichwörtliche Gemütlichkeit bekannt als für ihre Sportlichkeit. Seit zwei Jahren hat sich das geändert. In welcher anderen Stadt der Welt wird einmal pro Woche der Verkehr in der Innenstadt gesperrt, damit die Bürger ungestört durch die Straßen wandern können?

  Doch die wöchentlichen Fußmärsche haben weniger sportliche denn politische Gründe. "Wir gehen so lange, bis ihr geht!", lautet die Parole. Und da die "Wenderegierung" auch nach über hundert Donnerstagsdemos immer noch fest im Sattel sitzt, wird weiterspaziert. Wer da so aller geht und was sich die Menschen dabei so denken, das haben die Journalisten Elisabeth Boyer und Fredrick Baker nun in einem dicken Buch zusammengetragen. Mehr als siebzig Autoren stellen auf


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