Proud to be an American

Kultur | aus FALTER 08/02 vom 20.02.2002

FILM  John Gianvitos "The Mad Songs of Fernanda Hussein" ist ein gewichtiger und grandioser Einwurf gegen den grassierenden US-amerikanischen Bomben-Patriotismus.  JONATHAN ROSENBAUM

Als rares Zeitdokument und Zeugnis ist "The Mad Songs of Fernanda Hussein" meines Wissens der einzige Film, der klar und deutlich jene Wut und Verzweiflung zum Ausdruck bringt, die während des Golfkriegs viele Amerikaner empfanden - dieser losen, bunt gemischten, desorganisierten und buchstäblich unsichtbaren Gruppe von Einzelpersonen würde auch ich mich zuordnen. Jetzt, nach dem 11. September und den erschreckenden Fantasien von allseitigem Konsens in seinem Fahrwasser, von denen die meisten aktuelle und zukünftige Invasionen und Eroberungen seitens Amerikas beinhalten, geht es vielen von uns wieder ähnlich.

  John Gianvitos 168 Minuten langer Spielfilm bekommt durch diese Konstellation eine Dringlichkeit, die zur Zeit seiner Fertigstellung Anfang letzten Jahres wohl noch nicht abzusehen war. Der Streifen

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