Folklore der Coolness


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 09/02 vom 27.02.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Haider nur noch Folklore? Die Politiker vor ihm auch nicht besser? Zu einem Text Robert Menasses. 

Robert Menasse hat es wieder getan. In Standard und Süddeutscher Zeitung schwang er einen seiner legendären essayistischen Bihänder und versetzte der Leserschaft einen jener Denkimpulse, die das geistige Leben der Post-68er-Epoche schockartig kristallisieren. Wie Mahnmale säumen die aufgetürmten Schichten dieser Interventionen unseren Weg, Marterln der Innewerdung am Leidensweg unserer Intelligenz.

  Menasse hält den Tag der Wende, der das Schreckensregime von Rot-Schwarz beendete, bekanntlich für einen Freudentag. Seine These vom "heilenden Fieber", das die Republik schüttle und an dem sie zuletzt doch gesunde, wird von manchen geteilt. Von mir nicht. Das Paradox besteht meiner Ansicht nach darin, dass die umfassende Un-Öffentlichkeit der Zweiten Republik und ihr viel beklagter Stillstand, ihre undemokratische Aufteilung der Pfründen und ihr staatsschauspielerischer

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