Mediensplitter

Medien | aus FALTER 09/02 vom 27.02.2002

ATV versus ORF. Der Chef des ersten österreichischen terrestrischen Privat-TV-Senders ATV, Tillmann Fuchs, hat die Gespräche mit dem ORF über die Vermietung von Sendeanlagen empört abgebrochen. Fuchs sprach von "Knebelverträgen", die man ihm vorgelegt habe, und wandte sich an die Medienbehörde Komm Austria, die nun vermitteln soll. Unter Umständen könnte dies eine Verzögerung des für 1. Juni 2002 geplanten Sendebeginns bedeuten. Beim ORF will man die Aufregung nicht verstehen und weist darauf hin, man habe sich im Privatradiobereich bisher immer mit privaten Anbietern einigen können.

Stadtfernsehen im Exil. 1999 hatten sich einige Idealisten vorgenommen, einen urbanen Fernsehsender der anderen Art zu machen. Mittlerweile ist das Wiener Stadtfernsehen TIV aus dem Kabel verschwunden und soll im September als Wirtschaftskanal wieder auferstehen. Eine Gruppe von Ex-TIVlern hat beschlossen weiterzumachen und bietet unter www.hauptstadt.at/spa wöchentliches Fernsehen aus dem Exil im Internet. Nächster Sendetermin: 28.2., ab 20.15 Uhr.

Netzuser. Die Zahl der Internet-Nutzer in Europa ist im Jänner gegenüber dem Vormonat um 4,5 Prozent auf 77 Millionen gestiegen. Durchschnittlich surften die User sieben Stunden und zwei Minuten im Monat, eine halbe Stunde mehr als im Dezember 2001. Österreicher kamen im Jänner auf fünf Stunden und 39 Minuten. Diese Zahlen gehen aus einer aktuellen Analyse von Nielsen/Netratings hervor.

Doppelte Auszeichnung. Das Zukunftsmagazin der Telekom Austria, ".copy", war zweimal in Deutschland bei Fachzeitschriften-Rankings erfolgreich. In der Rangliste der Zeitschrift "w+v" belegte ".copy" unter über 200 eingereichten Magazinen den 20., im "Horizont" den 27. Rang und war damit das zweitbeste österreichische Produkt. ".copy" erscheint im Falter Verlag und wird von Age de Carvalho von der section.d gestaltet.


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