AKTIONISMUS AKTUELL: Schwarzkogler lebt!

Kultur | M. DUSINI / N. SCHEYERER | aus FALTER 09/02 vom 27.02.2002

Einen Einblick in das Schaffen des früh verstorbenen Aktionisten Rudolf Schwarzkogler liefert die Ausstellung "Eine Hommage an Rudolf Schwarzkogler" in der Galerie Krinzinger (bis 13.4.). Dort sind eine Reihe jener spektakulären Aktionsfotos zu sehen, die den Mythos eines sadomasochistischen Amokläufers aus Wien begründeten: mit Mullbinden umwickelte Köpfe und Penisse; chirurgische Werkzeuge und Rasierklingen liegen in gefährlicher Nähe daneben.

  Der amerikanische Künstler Chris Burden erklärt sich den Mythos um Schwarzkoglers Selbstmord in einem Text zur Ausstellung folgendermaßen: "In den Siebzigerjahren erschien ein großer Artikel über zeitgenössische Kunst im Newsweek Magazine. Einer der Höhepunkte des Artikels waren ich und Schwarzkogler als Beispiele für radikale Avantgardekünstler. Peinlicherweise berichtete das Magazin, dass Schwarzkogler als Teil einer Kunstperformance seinen Penis amputiert hatte und als Folge davon verblutet war. Seither hält sich dieser Irrtum


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