KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 09/02 vom 27.02.2002

Noch nie wurden so hohe Preise für zeitgenössische Fotografie erzielt wie heute. An der Spitze der internationalen Verkaufscharts steht die so genannte Becher-Schule, also die Künstler Andreas Gursky, Thomas Struth und Thomas Ruff, die an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Industriearchitektur-Dokumentaristen Bernd und Hilla Becher studiert haben. Den absoluten Rekord erzielte Gurskys drei Meter große Fotografie eines Plattenbaus, "Paris, Montparnasse", das bei einer Auktion von Christie's Contemporary für 540.000 Dollar wegging. Auch die aktuelle Ausgabe von Texte zur Kunst widmet sich dem Kunstmarkt: Im Interview dort erklärt der Auktionskurator Gérard Goodrow einer sichtlich erstaunten Isabelle Graw die Welt der Kunstspekulation. In der Ausstellung "Augenblick", die zurzeit in der Sammlung Essl zu sehen ist (bis 30.6.), hängen zwar keine Gurskys, dafür aber Bilder der Bechers von Anthrazit-Zechen, die Modernismus-Ikone Villa Tugendhat in Ruffs Version und fotografische Stillleben


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