AUFGEBLÄTTERT

Kultur | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 09/02 vom 27.02.2002

Fußball ist unser Leben, heißt es in einem deutschen Volkslied aus jenen Tagen, als der Ball noch auf Zuruf ins Tor fand. Fußball ist unsere Welt. Und ein Spiegel der Weltpolitik, über den sich das Übel Kalter Krieg und die Schmach der Wiedervereinigung volksnah erklären lassen. Das zumindest glauben Thomas Brussig, gefeierter Chronist der ostdeutschen Seele ("Sonnenallee"), und der Sportjournalist Christian Eichler. Eicher hat ein "Kleines Lexikon der Fußballnieten" zusammengestellt, in dem sich - neben Auskünften über Erich Mielkes Anteil am zehnmaligen Gewinn der DDR-Meisterschaft durch seinen Lieblingsverein BFC Dynamo Berlin - folgende Parabel versteckt: WM 1974. Zwischenrunde. "Während die in dieser Hinsicht erfahrenen Ostdeutschen ihre Mauer bauten, stellte sich ein Brasilianer zwischen sie (...) und erfreut über die ungeahnte Mithilfe beim Schutz des Sozialismus machten sie ihm Platz. Doch dann"... Freistoß. Der Brasilianer lässt sich fallen, "und der Ball jagte durch


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige