TIER DER WOCHE: Fracksausen

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 09/02 vom 27.02.2002

Pinguine sind beliebt. Weil sie doch in ihrer schwarz-weißen Montur so drollig aussehen, tollpatschig herumwatscheln und sich netterweise vor uns nicht verstecken, sondern wie in der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses einfach in der Gegend herumstehen. Irgendwie katholisch sind sie wohl auch, denn Pinguine haben den Ruf, ihrem Partner ein Leben lang treu zu sein. Wie zum Beispiel die beiden Brillenpinguine Wendell und Cass des New Yorker Aquariums. In den acht Jahren, die sie nun schon zusammenleben, wurde nicht nur geschnäbelt, sondern es gab auch regelmäßig Sex. Wie dieser bei Pinguinen funktioniert, gehört zu den kleinen Mysterien des Lebens, denn bei ihren Körperformen kommt diese Anstrengung dem Versuch gleich, zwei Flaschen aufeinander zu legen: Das Männchen schiebt sich dabei auf den Rücken des Weibchens, und dieses liegt mit seinem Bauch auf dem Eis. Wie bei den meisten Vogelarten hilft bei dieser Paarung kein Penis, sondern es werden bloß zwei fedrige Öffnungen aufeinander


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