VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

... riefen "Frauen für den Frieden" anlässlich des Internationalen Frauentags zur Solidarität aller Frauen gegen Sexismus, Faschismus und Krieg auf.

Schon am 8. März 1911 haben in Wien 20.000 Frauen für ihre Rechte und für den Frieden demonstriert. Trotz (teilweiser) juristischer Gleichberechtigung, trotz UNO-Dekade, trotz vieler Maßnahmen und vieler schöner Worte hat sich im Prinzipiellen nicht viel geändert. Frauen sind nach wie vor in allen gesellschaftlichen Bereichen unterdrückt. Nicht nur - aber auch - im Zusammenhang mit der herrschenden Krise hat sich die reale Situation der Frau verschärft. Es erhöht sich die "alltägliche Gewalt" gegen Frauen ständig. Die "Häuser für geschlagene Frauen" erweisen sich überall als zu klein konzipiert. Frauen sind überall die ersten und "liebsten" Opfer der zunehmenden Brutalisierung.

  Wir wollen nicht länger die "nützlichen" Idiotinnen bleiben, die mit Stress und Mehrfachbelastung bezahlen, wir fordern unseren gerechten Anteil am gesellschaftlichen Wohlstand, dafür sind wir auch gerne bereit, die gesellschaftlich notwendigen Arbeiten - auch Kindererziehung und Hausarbeit - gerecht zu teilen. Wir wollen nicht länger das Recht des Stärkeren als das herrschende Recht akzeptieren, sondern wir verlangen das gleiche Recht für alle!


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