Welt in Bewegung

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

AUSLAND. Reformkonvent, neue NATO, Wahlen: Ein neues Europa in einer neuen Welt zeichnet sich ab. 

Stark dominierten die ergrauten Häupter pensionierter Expolitiker den EU-Reformkonvent. Frauen und Personen unter fünfzig fanden selten den Weg ins neue EU-Gremium nach Brüssel. Der Schein etwas verstaubter Kontinuität auf dem Alten Kontinent trügt allerdings gewaltig. Kaum ein Pfeiler der traditionellen europäischen Integrationspolitik, der in der letzten Zeit nicht gehörig ins Wanken geraten wäre. Ausgerechnet im Finale zur historischen Erweiterung in Richtung Osten gibt die bisher bestimmende französisch-deutsche Achse ihren Geist auf. Anstelle der gemeinsam in Paris und Berlin vorbereiteten Weichenstellungen beherrschen jetzt unterschiedlichste sachbezogene Allianzen das Bild. Zuletzt waren es Tony Blair und Gerhard Schröder, die, an Paris vorbei, einen Vorstoß für größere Transparenz und Entscheidungsfähigkeit des Rates der Staats- und Regierungschefs unternahmen. In Sachen


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