VON TORONTO BIS WIEN: Sprachkurse, Heimatkunde & Museum

Politik | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

Das "holländische Modell" - von FP-Klubchef Peter Westenthaler bis SP-Integrationsstadträtin Renate Brauner berufen sich alle auf die fabelhafte Ausländerintegration der Niederländer: Das Integrationspaket hat mit den Maßnahmen in Holland wenig zu tun. Dort bekommen Neuankömmlinge 500 Stunden Holländisch plus hundert Stunden "gesellschaftliche und berufliche Orientierung" gratis verpasst. Nach einem Gespräch mit einem Arbeitsmarktbetreuer, der feststellt, auf welchem Sprachniveau sich die Zuzügler befinden und welches berufliche Vokabular sie brauchen. Die Niederlande lassen sich diese Integrationsmaßnahmen zwischen 5000 und 6000 Euro pro Ausländer kosten. Wer die Sprachstunden versäumt, wird zu einem Gespräch vorgeladen. Formal droht Schwänzern zwar eine Geldstrafe von rund 250 Euro. Städte wie Amsterdam wenden diese Disziplinierungsmaßnahme aber kaum an. Sonst setzen die Holländer auf Belohnung. Wer den Test besteht, kommt rascher zu seinem Aufenthaltsrecht. Damit hat


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